Dr phil. Martin Kalff
Martin Kalff (geb. 1946) studierte christliche Theologie in Zürich und vergleichende Religionswissenschaft mit Schwerpunkt Buddhismus an der Columbia Universität in New York. Er verfasste eine Dissertation auf der Grundlage eines Sanskrit Textes über die Vereinigung der männlichen und weiblichen Gottheiten im buddhistischen Tantra. Darauf studierte er die Sandspiel Therapie, eine Methode, die von seiner Mutter D.M. Kalff auf der Grundlage der Psychologie von C.G. Jung und der „Worldtechnique“ von Margaret Lowenfeld entwickelt worden ist. Er arbeitet als psychologischer Berater mit der Methode der Sandspieltherapie in eigener Praxis Zollikon. Dort gibt und organisiert er Weiterbildungskurse in der Sandspieltherapie. Er ist einer der Gründungsmitglieder der Internationalen Gesellschaft für Sandspieltherapie (ISST).
Sein Studium und seine Praxis des Buddhismus mit tibetischen Lamas begann 1969 in Dharamsala in Indien, wo er auf Empfehlung von S.H. dem Dalai Lama seine erste Einführung in den Buddhismus von Geshe Rabten erhielt. Später wurde er Mitbegründer des Buddhistischen Zentrums Zollikon (YIGA CHOEZIN), das durch den Besuch des Dalai Lama, der Hauptlamas der vier Schulen des Tibetischen Buddhismus, sowie von Lamas der verschiedenen Überlieferungslinien gesegnet wurde. Während ca. 17 Jahren war Gesche Jampa Lodro vom Kloster Sera bis zu seinem Ableben regelmässiger Lehrer an diesem Zentrum. Während dieser Periode war Martin Kalff sein Schüler und Übersetzer.
Er lässt sich hauptsächlich durch die Vision von S.H. dem Dalai Lama inspirieren, mit dem er bis zur Gegenwart immer wieder prägende persönliche Begegnungen hatte sowie Belehrungen empfing.
Seit 1984
gibt er regelmässig Kurse an verschiedenen Institutionen und Dharmazentren zur
buddhistischen Meditation und der Beziehung zwischen Buddhismus und
Psychologie. Seine ausgedehnte Lehr- und Vortragstätigkeit hat ihn nach
Amerika, Australien, Kanada, Japan und viele europäische Länder geführt. Als
Meditationslehrer lehrt er insbesondere Schamata (Tib. Schine) und analytische
Meditation über die Grundelemente des buddhistischen Weges. Er ist im Vorstand
der Schweizerischen Buddhistischen Union tätig und Ex-Präsident
dieser Vereinigung.

Martin Kalff mit Meditationslehrer Jack Kornfield und Jungscher Analytikerin Marion Woodman beim gemeinsammen Workshop "The Earth is my Witness", San Francisco, 2006
\Martin
Kalff
bietet spirituelle Begleitung mit tiefenpsychologisch fundiertem
Sandspiel für Personen an, die Dharma praktizieren. Diese Begleitung kann
helfen, Dharma wirkungsvoll mit den eigenen westlichen Wurzeln zu verbinden.
Einige Texte von Martin Kalff:
Selected
Chapters from the Abhidhanottara-Tantra: The
The
Negation of Ego in Tibetan Buddhism and Jungian Psychology, The Journal of Transpersonal Psychology, 1983,
Vol. 15, No.2.
Der steinige Weg zur Mündigkeit. Im Spannungsfeld von tibetisch-buddhistischer Praxis und Tiefenpsychologie, Lotusblätter, Zeitschrift für Buddhismus, Ausgabe 1/97
Dharma und Politik: kompatibel oder unvereinbar? in Tibet und Buddhismus, Heft 69, April Mai Juni 2004Vierteljahresheft des Tibetischen Zentrums e.v. Hamburg
C.G. Jung’s Begegnung mit dem Osten. In Tibet und Buddhismus, Heft 46, Juli Sept. 1998